Fragen & Antworten rund um die Heizungsmodernisierung

  • Warum brauche ich eine neue Heizung? Meine alte funktioniert doch noch.
    • 90 % des realen Energieverbrauchs in deutschen Haushalten entfallen laut statistischem Bundesamt auf die Bereiche Raumheizung und Warmwasser. Der Unterschied zwischen einem bspw. 25 Jahre alten Heizkessel und einer neuen Erdgas-Heizung kann bis zu 40 % der Energiekosten ausmachen.

      Wenn Sie Ihre Betriebskosten also verringern möchten, sollten Sie bei der Wärmeversorgung ansetzen. Neben dem sparsamen Umgang mit Heizung und Warmwasser ist der Einsatz moderner Technik Ihre Chance, Geld zu sparen. Und wenn Ihr Kessel älter als 30 Jahre ist, muss er in der Regel jetzt ohnehin ersetzt werden – so will es der Gesetzgeber.

  • Gibt es gesetzliche Forderungen zur Heizungs-Modernisierung?
    • Ja – seit 2014 ist der Einbau einer neuen Heizung in vielen Fällen vorgeschrieben. Zwar betrifft die EnEV 2014 nur Heizungen, die über 30 Jahre alt sind, aber tatsächlich sind in Deutschland noch viele derart überaltete und ineffiziente Heizkessel im Einsatz.

  • Was ist die EnEV 2014?
    • EnEV steht für Energie-Einspar-Verordnung. Die aktuell geltende legte der Bundesrat im Jahr 2014 fest, sie trat zum 1. Mai 2014 in Kraft. Sie schreibt unter anderem vor, dass künftig alle Heizkessel, die älter sind als 30 Jahre, ausgetauscht werden müssen. Also 2015 alle die vor 1985 eingebaut wurden, 2016 alle aus dem Jahr 1985, 2017 alle aus dem Jahr 1986 und so weiter. Dies betrifft Öl- und Gasheizkessel mit einer Nennleistung zwischen 4 und 400 kW.

      Die EnEV 2014 sieht jedoch eine ganze Reihe von Ausnahmen von dieser Regelung vor: So sind etwa Niedertemperatur- und Brennwertkessel von der Austauschpflicht ausgenommen. Auch Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die am Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, sind von der Verpflichtung befreit. Im Falle eines Eigentümerwechsels muss der neue Hausbesitzer die Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen.

      Systeme, die vor dem 1. Januar 1990 aufgestellt oder eingebaut worden sind, dürfen ab dem 1. Januar 2020 nicht mehr betrieben werden.

  • Welche Erdgas-Technologien gibt es überhaupt?
    • Brennwertheizungen zählen zu den preisgünstigsten und technisch ausgereiftesten Heizsystemen. Die bei der Verbrennung des Primärenergieträgers entstehende Wärme wird nicht durch den Schornstein in die Umgebung abgegeben, sondern wiederum zum Heizen genutzt.

      Stromerzeugende Heizungen arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – und damit besonders effizient. Denn sie wandeln Erdgas nicht nur in Wärme um, sondern auch in Strom.

      Die sogenannten Mini- und Mikro-KWK-Anlagen sind vollwertige, kleine Blockheizkraftwerke, die Wärme und Strom da erzeugen, wo sie gebraucht werden: bei Ihnen zuhause. Dadurch werden Energieverluste beim Transport minimiert.

      Gaswärmepumpen nutzen Wärme aus der Umwelt, dem Grundwasser und der Umgebungsluft zum Heizen und für die Erzeugung von Warmwasser. Der hohe Wirkungsgrad der Technologie und der Einsatz von Erdgas als primärer Antriebsenergie sorgen dafür, dass die Ressourcen effizienter genutzt und Emissionen reduziert werden.

      Eine Gaswärmepumpe verbraucht so rund ein Viertel weniger Erdgas als herkömmliche Brennwertkessel und setzt entsprechend weniger CO2 frei.

      Weitere Informationen zu allen Varianten erhalten Sie unter „Heizsysteme“ sowie im GASAG Kundenzentrum.

  • Was ist mit erneuerbaren Energien – sollte man mit ihnen noch planen?
    • Wenn Sie Wert auf eine umweltschonende Heizung legen, in jedem Fall. Aber auch in Sachen Heizkosten ist die Einbindung von Photovoltaik oder Solarthermie in Ihren persönlichen Energiemix ausgesprochen sinnvoll. Mit Erdgas werden dann die tageszeitlichen und saisonalen Schwankungen des Sonnenlichts ausgeglichen.

      Brennwerttechnik, ein Niedrigtemperatur-Heizsystem und eine solarthermische Anlage auf dem Dach werden dabei optimal aufeinander zugeschnitten. So deckt zum Beispiel eine Solarthermieanlage mit nur vier bis sechs Quadratmetern Kollektorfläche jährlich bis zu 60 % des Warmwasserbedarfs eines vierköpfigen Haushalts ab.

      Auch der Einsatz von Bio-Erdgas fällt unter den Aspekt „Nutzung regenerativer Energien“, denn Bio-Erdgas verbrennt klimaneutral. Ob zum Heizen, als Kraftstoff oder für die Stromproduktion: Bio-Erdgas ist erneuerbare Energie mit Zukunftsperspektive.

Vor der Heizungsmodernisierung

  • Wie bekommt mein Haus einen Erdgasanschluss?
    • Alle Informationen zum Hausanschluss und dem Erdgasversorgungsvertrag erhalten von Ihrem persönlichen Ansprechpartner bei der GASAG. Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen wie:

      • Versorgbarkeit

      • Dimensionierung und Verlegung des Hausanschlusses

      • Termingerechten Umsetzung

      Wir übernehmen zudem für Sie alle Formalitäten gegenüber dem Netzbetreiber. So haben Sie während des gesamten Prozesses einen zentralen Ansprechpartner, der alle Themen koordiniert. Bitte nutzen Sie für Ihre Anfrage unser Kontaktformular.

      Die Pauschale für Ihren Erdgas-Hausanschluss ist abhängig von der tatsächlichen Länge. Sie lässt sich einfach und transparent berechnen – anhand eines dreistufigen Preissystems für Hausanschlüsse bis zu einer Länge von 60 Metern.

      Länge der
      Anschlussleitung
      Grundbetrag
      Jeder weitere Meter
      netto
      brutto*
      netto
      brutto*
      < 14 m
      1.000 €
      1.190 €
      > 14 m bis 34 m
      1.500 €
      1.785 €
      > 34 m bis 60 m
      2.200 €
      2.618 €
      > 60 m bis 100 m
      31 €/m
      36,89 €/m
      > 100 m
      Einzelkalkulation

      * Die Bruttopreise verstehen sich inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer

  • Wer baut die neue Heizung ein?
    • Ihre neue Heizung wird von Ihrem qualifizierten SHK-Heizungsfachmann vor Ort eingebaut. Er beantwortet Ihnen vorab auch Ihre Fragen.

      Wer für Sie in Frage kommt, erfahren Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl über unseren Such-Service.

  • Wieviel kostet die Heizungsmodernisierung?
    • Die Kosten für die Heizungs-Modernisierung hängen sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten und dem damit verbundenen Installationsaufwand ab. Leider ist es völlig unmöglich, an dieser Stelle eine pauschale Kostenprognose zu nennen. Zur Kostenermittlung lassen Sie sich deshalb am besten ein detailliertes und verbindliches Angebot von Ihrem Installateur erstellen.

Heizungsumbau und Gewährleistung

  • Wie lange dauert der ganze Prozess von der Planung bis zum Umbau?
    • 2 bis 3 Tage*, wenn eine alte Erdgasheizung gegen eine moderne Brennwertheizung getauscht wird.

      5 Tage*, wenn eine Ölheizung durch eine neue Erdgas-Heizung ersetzt wird inklusive Ausbau der alten Kelleröltanks bei vorhandenem Gasanschluss.

      Bis zu 3 Monate* dauert es dagegen, wenn kein Gasanschluss vorhanden ist. Diese Wartezeit liegt nicht an uns – so lange braucht es, bis die behördlichen Genehmigen für die Straßenarbeiten eingeholt wurden.

      Fragen Sie einfach Ihren Ansprechpartner bei der GASAG, was auf sie zutrifft und wie gegebenenfalls auftretende Wartezeiten überbrückt werden können!

      * (Alle Angaben ohne Gewähr)

  • Was passiert nach dem Umbau – gibt es einen Service im Garantiefall?
    • Jeder Installateur gibt auf die von ihm gebaute Heizungsanlage eine Gewährleistung.

      Gewährleistung bedeutet im Baurecht, dass das Bauwerk zum Zeitpunkt der Abnahme frei von Sach- und Rechtsmängeln ist. Die Gewährleistung hängt somit immer unmittelbar mit der Bauabnahme zusammen. Die Gewährleistungspflicht erstreckt sich sowohl auf die Installationsarbeiten als auch auf die eingebauten Materialien und dauert im Normalfall fünf Jahre (Neubau, Sanierung, Neuerrichtung von komplexen Anlagen wie einer Heizung).

      Bei Reparaturen, Austauscharbeiten oder Wartungen endet die Gewährleistungsfrist nach zwei Jahren. Nicht unter Gewährleistungsansprüche fallen Verursachung durch Dritte, natürliche Verschleißerscheinungen und Bedienungsfehler.

      Während die Ansprüche aus der Gewährleistung gesetzlich vorgeschrieben sind, ist eine Garantie eine freiwillige Zusicherung über einen bestimmten Zeitraum. Dazu sind Werkunternehmer allerdings nicht verpflichtet.

      Aufgepasst: Wer seinen Wartungsvertrag, beispielsweise für eine Heizung, nicht bei der ausführenden Firma abschließt, verspielt einen Teil seiner Gewährleistungsfrist und hat nur noch zwei statt fünf Jahre.

      Quelle: Innung SHK Berlin

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