Die Gaswärmepumpe – Wärme ist überall

Nach dem Prinzip „Wärme ist überall – man muss sie nur nutzen“ funktioniert die Gaswärmepumpe, die Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Umgebungsluft zieht. Ähnlich wie bei solarthermischen Anlagen können Kälteperioden durch die Zuschaltung einer Erdgasheizung perfekt abgefedert werden.

Gaswärmepumpen kombinieren effiziente Erdgasheiztechnik mit der Nutzung von Umweltwärme aus Sonne, Luft, Wasser oder Erde in einem Gerät. Etwa ein Viertel der benötigten Heizenergie wird so regenerativ erzeugt. Mit positiven Effekten für die Umwelt: Gegenüber einer reinen Gasheizung werden 20 bis 30 % CO2 eingespart.

Umweltwärme funktioniert selbst im Winter

Da sie Umweltwärme nutzen, erreichen moderne Heizungsanlagen mit Wärmepumpe selbst bei niedrigen Außentemperaturen hohe Wirkungsgrade. So können sie selbst im Winter die Heizgrundlast und auch Bedarfsspitzen abdecken. Neben ihrem Einsatz zum Heizen lassen sich Gaswärmepumpen auch zum Kühlen, Klimatisieren und Entfeuchten einsetzen – und funktionieren letztlich wie ein Kühlschrank, der seinem Inneren alle Wärme entzieht.

Drei Wärmepumpen-Typen mit unterschiedlichen Stärken

Es gibt insgesamt drei verschiedene Prinzipien bei der Wärmegewinnung aus Umweltwärme:


Gasabsorptions-Wärmepumpe: Sie wird im mittleren Leistungsbereich (20–40 kW) in Neu- und Bestandsbauten eingesetzt. Die Verdichtung findet auf thermischem Wege statt mithilfe eines Ammoniak-Wasser-Gemischs; die Wärme wird aus Luft, Wasser und Erde absorbiert. Die Gasabsorptions-Wärmepumpe läuft wartungsarm.

Gasadsorptions-Wärmepumpe bzw. Zeolithpumpe: Diese Pumpe wird im unteren Leistungsbereich, zwischen 1,5 und 10 kW, eingesetzt. Sie nutzt die Sonne als Primärenergiequelle.

Gasmotorwärmepumpe: Die dritte Variante kommt in Leistungsbereichen von 20 bis 2000 kW zum Einsatz. Der Kompressor wird mechanisch mit einem Erdgas-betriebenen Motor verdichtet; die Motorabwärme wird ebenfalls zum Heizen genutzt. Gasmotorwärmepumpen können aufgrund ihrer Robustheit praktisch wartungsfrei betrieben werden.

Heute werden vor allem Gasadsorptions- und -absorptionspumpen verbaut. Beide nutzen die Energie aus dem Primärenergieträger zu fast 100 % und kommen auf Werte von 50 bis (im Idealfall) 70 % kostenloser Umweltenergie.

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